Friday, March 14, 2008

Die Salzwûsten von Uyuni / Bolivien

Tag 1:
Heute machen wir uns von La Paz / Bolivien auf den Weg nach Uyuni.
Da die Strassen, wie man uns versicherte, durchweg asphaltiert seien, bestuende keine Veranlassung ein Liegebett fuer die 14 Std. Fahrt zu mieten, die abends um 19:30Uhr starten sollte. Dem war nicht so...

Tag 2:
Wir kommen voellig durchgeruettelt um 9:00Uhr in Uyuni an und mieten eine Tour zu den Salzwuesten. Es geht am gleichen Tag nur 2Std. spaeter los.
Unser Gefaehrt hat nicht nur uns, sondern auch schon Che Guevara durch Bolivien gefahren. Wir freuten uns trotzdem unheimlich die riesigen Salzfelder zu sehen. Nach nur 50min Fahrt erreichen wir den Beginn des Salzsees. Es ist unglaublich. Bis zum Horizont erstreckt sich die weisse Flaeche. Die Sonne scheint und laesst die Augen ohne Sonnenbrille fast erblinden. Der See, aus dem auch Salz gewonnen wird, ist bis zu 1,50m tief und erstreckt sich ueber eine gigantische Flaeche von 12.000km2. Unser Guide steuert unser tapferes Gefaehrt ueber den See und immer wieder durch bis zu 20cm tiefes Salzwasser bis zum Salzhotel. Dieses liegt im voelligen Nichts nur umgeben von weissem Salz.
Die Fahrt ueber den See scheint fast unendlich und nach weiteren 1 1/2 Std Fahrt kommen wir zu einer Insel, auf der hunderte von Kakteen wuchsen. Es erscheint uns voellig unwirklich inmitten der Einoede. Der kurze Trail ueber die Insel laeuft sich spielend ab.
Zum Abend hin steueren wir unsere 1. Raststelle an, die uns Essen und Herberge bietet. Auch hier, die Waende, Tische und Stuehle aus dicken Salzkristallbloecken geschnitten. Selbst die Untergestelle der Betten aus diesen Bloecken.
Vor dem wohlverdienten Abendessen schauen wir uns dann noch alte Mumien an, die aehnlich alt waren, wie der Fuehrer, der sie uns gezeigt hat.
Da nichts vernuenftiges im TV lief, entschlossen wir uns um 21:30Uhr ins Bett zu gehen.

Tag 3:
Heute sollte es frueh um spaetestens 6:30 auf die naechste Tour gehen. Schade, dass Inga und Joachim die Einzigen waren, die wach waren und auf Fruehstueck gewartet haben. Die Anderen haben verschlafen ( incl. Guide - WIRKLICH ).
Die Fahrt fuehrte uns zu riesigen Lagunen mit Flamingos und grossen Steinformationen, die auf kleinen Stumpen standen und nach oben breit ausgefaechert waren. Die Lagunen bestanden stettig mit dem Grund aus dem weissen Gut, und die Flamingos standen im Salzwasser und pickten mit ihren langen Schnaebeln in dem weichen Grund auf der Suche nach kleinen Snacks. Wir waren inzwischen auf einer Hoehe von unglaublichen 4900m ueber NN angekommen.
Der Wind blies manchmal echt scharf, aber es war nicht so kalt wie wir gedacht haetten. Und jetzt wissen wir auch, dass die Anden nicht nur gezackte Berge sind, man kann auch drueberfahren. Es errinnert hier oben mehr an die Holsteinische Schweiz mit leichten Erhoehungen.
Unterwegs fuhren wir an rauchenden Vulkanen vorbei, die manchmal nur 900m hoeher waren, als wir standen.
Am Abend kammen wir in ein Hostel, dass einen ganz besonderen Charme ausspruehte, den es in 5 Jahren wahrscheinlich nicht mehr geben wird. Die Zimmer hatten 5 Sterne und alle schienen durchs Dach. Nachts wurde es sehr kalt, mindestens minus 10 bis minus 15 Grad.

Tag 4:
Wir stehen voellig durchgefroren um 4:30Uhr auf. Die Fahrt geht zu den Geysiren, die nur 1 Std. entfernt sind. Hier geniessen wir den langsamen Sonnenaufgang, staunen ueber blubbernde Schlammloecher und pfeiffende und prustende Geysire. Die pusten da einfach so vor sich hin und werden das wahrscheinlich auch in 100.000Jahren noch machen.
Dann geht es zu den Hot Springs. Unsere Fuesse sind noch immer durchgefroren. Es sind trotz Sonne immer noch unter 0 Grad und wir freuen uns auf das langersehnte Bad in den heissen Quellen. Das dampfende Nass hat genau die richtige Temperatur um die Fuesse auf zu waermen und die Haut an den Fingernaegeln schrumpeln zu lassen.
Nach dem Bad gibt es ein super Fruehstueck, bestehend aus Pfannkuchem mit Marmelade und Dulce de Leche - Koestlich.
Noch mal kurz zur Temperatur: Unsere aufgehaengten Badesachen sind gefroren.
Die Tour ging weiter zur Grenze von Bolivien / Chile, wo sie schliesslich endete.

Es war ein unglaubliches Erlebniss. Diese unglaubliche Endlosigkeit der Salzfelder, die Schoenheit der Lagunen und die Weite der Anden waren auf jeden Fall diesen Besuch wert.

Ein kurzes Wort gillt an dieser Stelle noch einmal unserem Tourguide, der ein echt komischer Kauz war und der Koechin, deren neben kochen die einzige Aufgabe zustand, die Kassetten im Autoradio von Seite A zu Seite B zu wechseln.

Die Tourteilnehmer waren alle supernett und jeder hatte so seine eigene kleine Geschichte zu erzaehlen.

2 comments:

Anonymous said...

Klasse, klasse, ich bin gespannt, was ihr noch zu erzählen habt.

Anonymous said...

ihr macht uns richtig lust auch mal sowas zu machen, als immer nur bayrischer wald und die vogesen gruß mama